Warum dieser Wandel jetzt?
Die Automobilindustrie ist seit 150 Jahren das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Daimler, BMW, Volkswagen — diese Namen stehen für Ingenieurskunst, Qualität und wirtschaftliche Stärke. Aber jetzt passiert etwas, das es so noch nicht gab: Die Technologie selbst wechselt fundamental.
Es geht nicht einfach darum, dass Autos künftig mit Batterien statt Verbrennungsmotoren fahren. Das wäre managebar gewesen. Es geht darum, dass mit diesem Wechsel die komplette Wertschöpfung neu verteilt wird. Batterienzellen kommen aus Asien. Software wird immer wichtiger — da spielen deutsche Autohersteller nicht vorne mit. Und die Fabriklandschaft muss komplett umgebaut werden, während die alte Infrastruktur wegfällt.
Das hat echte Konsequenzen. Tausende Arbeitsplätze in Motorenproduktion, Getriebefertigung und klassischem Maschinenbau sind bedroht. Zugleich entstehen neue Chancen in Batterietechnik, Elektronik und Softwareentwicklung — aber nicht überall und nicht für alle.
Deutschland muss entscheiden: Folgt die Industrie den globalen Trends oder versucht sie, eine eigenständige Position zu behaupten? Die Antwort auf diese Frage prägt die nächsten zwei Jahrzehnte der deutschen Wirtschaft.